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Berichte

GO – GO – GO!!

 

Adrenalin liegt in der Luft! Aufgeregt bellende Hunde die kaum zu bändigen sind! Hundeführer die nervös von einem Bein auf das andere tänzeln und sich noch einmal kurz warm machen! Ich bin beim Canicross und Bikejöring bei der FMBB in Halle.

4 Starter sind erstmalig vom BSD dabei. Auch für mich eine neue Erfahrung, treibe ich mich doch sonst nur beim IPO rum.

 

Für den BSD gehen an den Start:

Im Canicross Frauen unter 50 Jahre:

Melanie Spenrath mit Belgian Tigers High Energie

Im Bikejöring Frauen unter 50 Jahre:

Corinne Gysin mit El Bandit von den Räuberwegen

Kristina Schumacher mit Be Caramba von der Königscobra

Und im Bikejöring Männer unter 50 Jahre:

Dirk Schumacher mit Cashew vom Forster Hexenkessel

 

Die Stimmung und das Bild ist eine Mischung aus Mountainbikeralley und Schlittenhunderennen. Die Hunde sind aufgeregt, sie bellen, sie tänzeln - sie wollen los. Gestartet wird im Minutentakt, die große Digitaluhr zeigt die Zeit an. In zwei Boxengassen stehen die Starter nebeneinander, Helfer halten die aufgeregten Hunde fest, die Fahrer machen sich bereit. Der Helm wird festgezogen, die Pedalen ausgerichtet und dann geht es los: 3 – 2 – 1 Go! Die Hunde schießen nach vorne, einige schreien dabei vor Aufregung und der Biker versucht irgendwie auf das Rad und auf die Strecke zu kommen! Schon in der ersten Kurve wechselt das Gelände vom griffigen Rasen auf rutschigen Schotter und schon sind sie weg.
Am ersten Tag wird eine Strecke von 1,9 Kilometer durch einen Park gefahren. Kurvenreich mit Berg und Tal, schmale Wege durch ein kleines Waldstück. Anspruchsvoll höre ich hinterher, einige Fahrer stürzen. Glücklicherweise gibt es keine größeren Verletzungen, alle kommen heile und gesund, aber abgekämpft ins Ziel. Die Stimmung ist klasse. Jeder feuert jeden an, am Streckenrand stehen Zuschauer die johlen und klatschen und die Fahrer auf den letzten, sehr anstrengenden Metern anfeuern! Selbst den Hunden gibt diese Unterstützung einen Energieschub und sie legen noch einmal richtig ins Geschirr. Die Fahrer haben rote Gesichter, den Hunden hängt die Zunge raus! Einige von ihnen traben jetzt nur noch erschöpft vorne weg, andere haben noch immer so viel Power, dass sie tatsächlich bis ins Ziel voll im Geschirr hängen! Hinter der Ziellinie stehen die Teams und erwarten ihre Fahrer. Die Hunde werden versorgt, getränkt und bei viele sehe ich ein vernünftiges Cooldown für Hunde und Fahrer.

Nach dem ersten Wettkampf der Biker kommen die Läufer dran. Gleiche Strecke, nur zu Fuß! Den Hund an einem Bauch- oder Gesäßgurt vorne vor geschnallt. Die Aufregung und Anspannung ist die gleiche und schon geht es los! Durch den Zug des Hundes werden die Läufer nach vorne geworfen, die Schrittlänge verlängert sich um einiges und mit gerufenen Kommandos versuchen sie die Hunde in die gewünschte Richtung zu bringen. Go – Go – weiter – lauf – rechts, rechts, Go – Go! In allen Sprachen werden die Hunde dirigiert. Manchen Läufern sieht man diesen Sport nicht an und trotzdem kommen sie hinten an. Bewundernswert! Andere wiederum sehen so aus, als wenn sie sowieso jeden Tag 10 Kilometer zur Arbeit joggen würden. Durchtrainiert bis in die letzte Faser, genauso wie die Hunde. Einige Hunde wissen genau worauf es ankommt, andere sind sich noch etwas unsicher oder lassen sich von den Zuschauern ablenken.

Am nächsten Tag geht es auf die lange Strecke, etwas abseits vom Veranstaltungsgelände liegt ein großer Park, hier liegt die 3,8 lange Strecke, die nun noch einmal von allen absolviert werden muss. Auch hier, einige Höhenunterschiede und Geländewechsel, breite Wege ebenso wie schmale Pfade mit Wasserlöchern auf denen nicht überholt werden kann. Denn trotz der zeitversetzten Starts der Teilnehmer, kommt es doch immer mal wieder zu Zweikämpfe wenn einer aufholt. Wenn dann kein Platz für Überholmanöver ist, bremst man sich gegenseitig aus. Und trotzdem bleiben alle dabei fair, Es ist selbstverständlich einem schnelleren das Überholen zu ermöglichen!

Bikejöring und Canicross – zwei Sportarten für Adrenalinjunkies, für durchtrainierte und mutige Menschen mit ebensolchen Hunden. Ein schneller Sport, ein explosiver Sport – ein toller Sport. Das ist nichts für Menschen die „ein bisschen Radfahren“ oder „ein wenig joggen“ wollen – das ist Hochleistungssport für Individualisten. Es macht Spaß und es fasziniert und es hat seinen Platz bei FMBB absolut verdient.

Die vier BSDler haben sich wacker geschlagen, wir alle können stolz auf sie sein!

Melanie Spenrath belegte im Canicross mit 5:53 Min und 15:33 Min (21,26 Min) den 9. Platz

Im Bikejöring kamen

Kristina Schumacher mit 4:22 Min und 9:11 (13:33 Min) auf den 4. Platz

Corinne Gysin 4:55 Min und 11:30 Min (16:25 Min) auf den 11. Platz und

Dirk Schumacher 4:29 Min und 9:54 Min (14:23) auf den 7. Platz

 

Für alle Teilnehmer war diese FMBB ein großes Ereignis, hoffen und wünschen wir ihnen, dass sie nächstes Jahr vielleicht noch einmal dabei sein und den BSD vertreten können!

Gaby Gieseler